Vielleicht kennen Sie das: Sie trainieren auf ein Ziel hin und wollen zum Beispiel in einer bestimmten Zeit eine Bahn schwimmen. Sie erhöhen Ihre Trainingsintensität und auch die Frequenz, aber irgendwie werden Sie nicht besser. Verwunderlich, da eine höhere Intensität und Frequenz doch auch die Leistung steigern sollte, ob im Job, im Sport oder einem anderen Hobby. Der Grund? Sie sollten zwischen Leistungs- und Lernzielen1 unterscheiden.

Leistungsziele sollen ausschließlich Ihre Leistung in einem bestimmen Bereich verbessern. Im Gegensatz dazu gibt es Lernziele – mit ihnen versuchen Sie neue Dinge zu erlernen und zu entdecken. Es ist wichtig, dass Sie zwischen diesen beiden Typen von Zielen unterscheiden!

Was ist der Unterschied zwischen diesen beiden Zielarten?

Schauen wir uns das am Beispiel Schwimmen an: Sie wollen eine Bahn in einer bestimmten Zeit schwimmen. Das ist ein Leistungsziel, da ausschließlich Ihre Leistung zählt. Wollen Sie allerdings einen neuen Schwimmstil lernen oder die Technik verbessern, dann geht es ums Lernen – die Zeit ist komplett unwichtig.  

Wieso ist der Unterschied so wichtig? 

Wenn Sie die Ziele kombinieren und versuchen, Ihren Stil zu verbessern und gleichzeitig schneller zu schwimmen, werden Sie nicht besser werden. Sie werden weder schneller, noch Ihre Technik besser. Im schlimmsten Fall verschlechtern Sie sogar beides. 

Wie können Sie also besser werden? 

Fragen Sie sich vor jeder Aufgabe, ob es sich um ein Lern- oder ein Leistungsziel handelt. Seien Sie sich bewusst: Bei Lernzielen ist die Leistung vollkommen egal, Sie wollen schließlich erst einmal etwas Neues lernen. Das wird Ihre Leistung schlussendlich ohnehin steigern. 

Ist dieses Thema überhaupt relevant? 

Ja! Viele Menschen sind im Alltag in ihrer „Leistungs-Zone“ und vergessen, dass sie auch etwas Neues lernen könnten, was das Ergebnis am Ende besser macht. Im Alltagstrott liefern Sie Ihre Leistung, ohne drüber nachzudenken, dass neue Ansätze positive Effekte haben können. 


Sie sind dran: Wie werden Sie die beste Version Ihrer selbst?

1. Überlegen Sie sich Lernziele

Gab es in den vergangenen zwei Tagen etwas, was Sie mit einer neuen Technik oder einem anderen Ansatz besser oder effizienter hätten machen können? Vielleicht inspirieren Sie die Techniken, die Sie in Ihrem letzten Training gelernt haben.

2. Investieren Sie Zeit in Ihre Lernziele

Sollten Sie ein Lernziel gefunden haben, nehmen Sie sich Zeit es zu verfolgen. Denken Sie dabei nicht ständig über Ihre aktuelle Leistung nach.

3. Bleiben Sie aufmerksam

Sobald Sie etwas Neues erfolgreich gelernt haben, halten Sie die Augen offen für neue Lernziele. Nur so werden Sie langfristig besser.

 

Quellen

  • 1 Ebner M. (2019). Positive Leadership: Erfolgreich führen mit PERMA-Lead: Die fünf Schlüssel zur High Performance. Wien: Facultas Verlags- und Buchhandels AG.