Sie haben sich gestern dazu entschlossen, weniger Schokolade zu essen. Als Ihnen heute allerdings dieses verlockende, zart schmelzende Stück Nuss-Nougat über den Weg lief, waren alle guten Vorsätze vergessen und die dunkelbraune Versuchung im Nu verspeist. Die Frage ist nur: Wieso verwerfen wir all unsere tollen Pläne, sobald eine Verlockung auftaucht?

Das Gehirn besteht im Prinzip aus zwei Bereichen: Ein Bereich ist für die „höheren“ Aktivitäten, wie Entscheidungsfindung oder Kreativität, zuständig. Der zweite Bereich kümmert sich um alles, was wir automatisch machen, Dinge wie Laufen oder Atmen. In manchen Situationen übernimmt der zweite Bereich die Kontrolle, obwohl wir eigentlich bewusst entscheiden wollten.

Was passiert, wenn wir eine Verlockung entdecken? 

Obwohl wir uns fest vorgenommen hatten, der Verlockung zu widerstehen, kann es sein, dass unsere Emotion, wie zum Beispiel Hunger, Lust oder Wut, die Kontrolle übernimmt – insbesondere, wenn wir aufgeregt und überrascht sind – zum Beispiel, weil die neue Schokoladensorte so unglaublich lecker aussieht.

Wieso können wir nicht widerstehen? 

Uns Menschen fällt es sehr schwer, sich den Zustand der Aufregung im Vorhinein vorzustellen und wir glauben, dass wir den Verlockungen widerstehen können. Der bewusste Teil unseres Gehirns versteht nicht, wie der unbewusste Teil der Emotionen, wirklich tickt. Psychologen nennen dieses Phänomen „Hot-Cold Empathy Gap“1. Das Resultat: Wir greifen zur Schokolade.

Können Sie Ihr Verhalten trotzdem ändern? 

Erkennen Sie die Auslöser, die den emotionalen Autopiloten aktivieren. So fällt es Ihnen leichter, vorbereitet zu sein, wenn Ihnen eine Verlockung über den Weg läuft. Nehmen wir das Beispiel der Schokolade: Vielleicht sollten Sie auch kein winziges Stück probieren, sonst werden Sie nicht widerstehen können.


Sie sind dran: Wie steuern Sie Ihren emotionalen Autopiloten

1. Erkennen Sie die Gefahr

Versetzen Sie sich in die Situation: Irgendetwas hat Sie ziemlich wütend werden lassen, woraufhin Sie aufbrausend reagiert haben. 

2. Überlegen Sie sich Alternativen 

Was hätte anders sein müssen, damit Sie der Versuchung nicht erlegen wären? Wie können Sie solch eine Situation das nächste Mal vermeiden? Oder gibt es etwas anderes, das die Verlockung ein wenig abschwächt?

 

Quellen