Stellen Sie sich vor es ist Montagmorgen und Sie haben sich vorgenommen mal wieder laufen zu gehen. Nun macht Ihnen das Wetter einen Strich durch die Rechnung: Es ist eisig kalt, regnerisch und im Büro türmt sich die Arbeit. Jegliche Zuversicht, heute eine Runde mit den Laufschuhen zu drehen, ist wie weggewischt. Sie verschieben die Sporteinheit auf morgen. Einerseits fühlen Sie sich schlecht deswegen, andererseits sind Sie sich absolut sicher, dass es morgen mit dem Laufen klappen wird – herzlich Willkommen in der Falle der Selbstüberschätzung.

Selbstüberschätzung bedeutet, die eigene Willenskraft zu überschätzen und mögliche Hindernisse zu unterschätzen. Hierbei können Ihnen Wenn-Dann-Pläne helfen. Diese sind hilfreich, um sich auf bestimmte Situationen vorzubereiten.

Was bedeutet dieser Effekt eigentlich? 

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass Herausforderungen wesentlich einfacher wirken, wenn sie noch weit in der Zukunft liegen? Das liegt daran, dass viele Menschen nicht fähig sind die eigene Willenskraft korrekt einzuschätzen. Viele neigen zur maßlosen Überschätzung. Wenn die Herausforderung dann ansteht, können selbst kleine Hindernisse dazu führen, dass wir sie nicht angehen. 

Wie können Sie Ihre Willenskraft besser einschätzen?

Im Prinzip können Sie das nicht – Sie können allerdings wesentlich besser vorbereitet sein, wenn einmal wieder tausend Gründe auftauchen, wieso Sie Ihre eigentliche Aufgabe besser aufschieben sollten. Wie das geht? Indem Sie für jeden dieser Gründe eine passende entkräftende Antwort parat haben.

Wie sollte solch eine Antwort aussehen? 

Analysieren Sie genau das Ziel, das Sie erreichen wollen, und vor allem mögliche Gründe, die Sie an der Umsetzung hindern könnten. Entwickeln Sie „Wenn-Dann-Pläne“1: Wenn das Wetter schlecht ist, dann ziehe ich meine neue Laufjacke an. Wenn mich wieder die Lust auf ungesundes Essen überkommt, dann entscheide ich mich bewusst für einen Apfel. 

Wie sollte ein optimaler “Wenn-Dann-Plan” aussehen? 

Hier gibt es keinen Königsweg. Seien Sie jedoch nett zu sich selbst. Entwickeln Sie „Dann-Alternativen“, die es Ihnen leichter machen Ihre Pläne umzusetzen und nicht dafür sorgen, dass eine weitere Herausforderung vor Ihnen steht.


Sie sind dran: Wie verfolgen Sie in Zukunft Ihre Pläne?

1. Planen Sie mit Unwägbarkeiten 

Erinnern Sie sich an die letzte Situation, in der Sie einer Unwägbarkeit begegnet sind und dadurch Ihren eigentlichen Plan nicht weiterverfolgt haben. Überlegen Sie sich einen Wenn-Dann-Plan, um möglichen Hindernissen entgegenzusteuern. 

2. Sind das wirklich alle Entschuldigungen, die auftauchen können?

Seien Sie kritisch und spielen Sie jede mögliche Entschuldigung durch, die auftauchen könnte. Überlegen Sie sich sofort Antworten und Alternativen für jede dieser Entschuldigungen.

 

Quellen