Die folgende Situation kennen Sie sicher: Sie liegen abends im Bett und Ihre Gedanken kreisen mal wieder um unschöne, noch nicht erledigte Aufgaben, wie z.B. unbeantwortete E-Mails oder die sich stapelnde, noch ungewaschene Wäsche? Dieser Effekt, der uns ungefragt immer wieder nicht erledigte Aufgaben ins Gedächtnis ruft, wird als Zeigarnik-Effekt1 bezeichnet.

Der Zeigarnik-Effekt ist ein psychologisches Phänomen, das beschreibt, dass wir uns an unterbrochene bzw. unfertige Aufgaben eher erinnern können, als an Aufgaben, die wir abgeschlossen haben. 

Es ist doch viel schöner, sich neuen Ideen zu widmen, als alte Aufgaben fertigzustellen. Doch diese unfertigen bzw. unerledigten Aufgaben erzeugen bei Ihnen eine innere Anspannung, die erst mit Abschluss der Aufgabe abgebaut werden kann. 

So können Sie Ihre innere Anspannung lösen 

Es ist ganz egal, ob Sie nur ein paar wenige offene Aufgaben oder einen riesigen Berg an unerledigten Aufgaben vor Ihnen haben – es gibt einen Lösungsweg, der Ihnen helfen wird, Ihre innere Anspannung zu lösen.  

Zunächst einmal ist es wichtig, die offenen Aufgaben aufzuschreiben – auch wenn Sie einige davon vielleicht angefangen haben. Das Aufschreiben schafft bereits Platz in Ihrem Kopf und wirkt Ihrer Anpassung entgegen. 

Danach gehen Sie Aufgabe für Aufgabe durch und überlegen, wie weit die jeweilige Aufgabe fortgeschritten ist. Erstellen Sie eine Liste mit allen Aufgaben und beginnen Sie mit den von Ihnen bereits angefangenen Aufgaben bis hin zu den offenen Aufgaben. 

Versuchen Sie, große Aufgaben in kleine Teilaufgaben zu untergliedern. So fällt es Ihnen einfacher, mit Ihren Aufgabe zu beginnen und Sie können immer wieder kleine Erfolgserlebnisse feiern.  

Setzen Sie sich eine zeitliche Frist, bis zu der Sie die Aufgabe finalisieren möchten. Das hilft Ihnen, Ihre Aufgabe auch wirklich abzuschließen. 

Keine Sorge, es kann passieren, dass Sie bei einer Aufgabe unterbrochen oder eine Aufgabe nicht rechtzeitig abschließen werden, dann können Sie diese ohne Probleme in den nächsten Tag nehmen bzw. sich eine neue Deadline festlegen. Dies sollte jedoch nicht all zu oft der Fall sein und kann zum Beispiel mit einem täglichen Ritual, bei dem Sie offene Aufgaben durchgehen und nächste Schritte definieren, verhindert werden.


Sie sind dran: Beenden Sie Ihre Aufgaben

1. Überlegen Sie sich noch offenen Aufgaben

Welche Aufgaben haben Sie bereits angefangen? Welche Aufgaben sind noch offen? Bis wann möchten Sie diese Aufgaben erledigen?

2. Kontinuierliche Übung führt zum Erfolg

Erstellen Sie sich beispielsweise mit einem digitalen Coach, wie der everskill App ein Ziel und versuchen Sie sich täglich oder wöchentlich Ihre offenen Aufgaben aufzuschreiben und diese nach Priorität abzuarbeiten. 

 

Quellen