Legen Sie vor dem Training das Fundament für die Personalisierung der Inhalte

Gehen Sie im Training personalisiert auf die Themen der Teilnehmer ein

Integrieren Sie Personalisierung in den Alltag der Teilnehmer

Personalisieren Sie mit digitalen Tools

Wer motivierter ist, lernt besser, schneller und nachhaltiger – erfolgreicher. Der Erfolg der Trainingsteilnehmer ist Ihr Erfolg, denn die Kompetenzen der Mitarbeiter haben direkten Einfluss auf das Unternehmensergebnis. So trägt die Personalentwicklung dazu bei, die Unternehmensziele zu erreichen.

Es ist nicht notwendig, ein neues Programm für jeden einzelnen Mitarbeiter zu kuratieren. Mit den folgenden Schritten personalisieren Sie Ihre Trainings erfolgreich und berücksichtigen die Interessen jedes einzelnen auch bei hunderten Teilnehmern.

Was bedeutet Personalisierung von Trainings?

Mit erfolgreicher Personalisierung schneiden Sie Ihre Trainingsprogramme auf den Bedarf jedes einzelnen Teilnehmers zu und steigern so Lernerfolg und Impact des Trainings.

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Vor dem Training legen Sie das Fundament für erfolgreiche Personalisierung

Teilnehmer eines Trainings müssen dessen Mehrwert für sich selbst erkennen, damit es wirksam ist. Bereiten Sie die Teilnehmer gezielt auf ihr Training vor und legen Sie den Grundstein für nachhaltigen Erfolg.

1. Klären Sie die Erwartungen der Teilnehmer an das Training

Personalisiertes Training rückt den Lernenden als Individuum und seinen Trainingsbedarf ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Die Grundlage für den Erfolg ist daher, zu verstehen, was der Lernende vom Training erwartet. Holen Sie die Teilnehmer schon vor dem Training ins Boot und finden Sie heraus, was sie sich von der Veranstaltung versprechen. Welche Fähigkeit, welches Wissen haben sie nach dem Training, das sie vorher nicht hatten?

Indem Sie die Erwartungshaltung klären, machen Sie sich den Confirmation Bias zunutze. Dieses Phänomen ist wissenschaftlich erforscht und betrifft uns alle: Der Mensch verarbeitet primär die Informationen, die seinen Erwartungen entsprechen.

Je konkreter die Erwartungen, desto größer der Lernerfolg

Wer eine klare Vorstellung davon hat, was er im Training lernen wird, verknüpft diese Inhalte direkt mit bestehendem Wissen und vorhandenen Routinen.  

Erfragen Sie im Vorfeld die Erwartungen über einen kurzen Survey, am besten mit digitalen Tools (wie zum Beispiel Survey Monkey) oder aber klassisch per E-Mail. So kennen Sie die Erwartungshaltung der Teilnehmer und jeder einzelne Teilnehmer setzt sich im Vorfeld inhaltlich mit dem Trainingsthema auseinander. Fragen Sie die Teilnehmer ganz direkt:

  • Was ist ihr wichtigstes Ziel, das Sie mit diesem Training erreichen wollen?
  • Was erwarten Sie darüber hinaus von diesem Training?
  • Was erwartet Ihr Vorgesetzter, was Sie von diesem Training lernen?

2. Ermitteln Sie die Praxisrelevanz des Trainings

Sie kennen nun die Erwartungen der Teilnehmer an das Training. Im nächsten Schritt geht es darum zu klären, ob die Trainingsinhalte zum Zeitpunkt des Trainings überhaupt relevant für den Teilnehmer oder die Teilnehmerin sind. Ein weiterer entscheidender Faktor für den erfolgreichen Praxistransfer ist, dass die Teilnehmer Lerninhalte und Verhaltensweisen anwenden können, sobald sie in ihre gewohnte Arbeitsumgebung zurückgekehrt sind.

Auch hier gilt: Nehmen Sie Kontakt zu den Teilnehmern auf und fragen Sie sie, für wie wichtig diese das Trainingsthema in Bezug auf ihre tägliche Arbeit halten.

Teilnehmer müssen den Bedarf selbst erkennen

Es genügt nicht, dass Sie als Trainer oder Personalentwickler Bedarf für ein Training sehen. Damit ein Teilnehmer motiviert ist neue Inhalte anzuwenden, ist es entscheidend, dass er selbst den Bedarf erkennt. Nur dann ist er bereit für neuen Input.

Auch die Praxisrelevanz als Teil der Vorab-Personalisierung können Sie unmittelbar bei den Teilnehmern abfragen. Stellen Sie konkrete Fragen, zum Beispiel:

  • In welcher konkreten Situation in den vergangenen vier Wochen hätte Ihnen das Training geholfen?
  • Auf einer Skala von 1 – 7: Wie relevant ist das Training für Ihren Arbeitsalltag?
  • Wann werden Sie die Trainingsinhalte das erste Mal einsetzen können?

3. Fragen Sie den Wissensstand der Teilnehmer ab

Alle Teilnehmer bringen persönliche Erfahrungen und Vorwissen ins Training mit. Wenn Sie diese kennen, können Sie gezielt personalisieren. Holen Sie die Teilnehmer dort ab, wo sie stehen. Zum einen berücksichtigen Sie die vorhandene Expertise der Teilnehmer und erhöhen ihre Bereitschaft, Neues zu lernen. Zum anderen hängt vom Wissensstand auch die effektive Gestaltung des Trainings ab.

Erstellen Sie ein Gruppenprofil aus dem Wissen der Teilnehmer

Fragen Sie direkt bei den Mitarbeitern ab, wie diese ihre eigenen Kenntnisse bewerten. Dafür wählen Sie zentrale Themen des Trainings aus und lassen Sie die Teilnehmer angeben, wie sie sich selbst einschätzen.

Aus den Antworten ergibt sich ein Gruppenprofil. Dieses bildet die Grundlage für die Vorbereitung des Trainers auf die Lerngruppe. Außerdem erkennen die Teilnehmer selbst ihre persönlichen Schwerpunkte und etwaige Schwachstellen, auf die sie sich im Training konzentrieren können. Das Bewusstsein sorgt dafür, dass sie die Inhalte gezielter in den Alltag übernehmen. Damit steigt der Impact des Trainings.

 

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Lernbedarf Ihrer Zielgruppe treffen

Während des Trainings Personalisierung leben

Im personalisierten Training lösen die Teilnehmer konkrete Herausforderungen aus ihrem Alltag. Selbst gewählte Lernziele unterstützen den Transfer der Inhalte in die Praxis. So gelingt nachhaltige Veränderung.

4. Lösen Sie im Training Herausforderungen aus dem Alltag der Teilnehmer

Im Vorfeld des Trainings haben Sie die Erwartungen der Teilnehmer, die Relevanz der Trainingsinhalte für ihre berufliche Praxis und ihren Wissensstand abgefragt. An diese Informationen knüpfen Personalentwickler und Trainer während des Trainings an.

Geben Sie den Mitarbeitern während des Trainings die Gelegenheit, ihre persönlichen Herausforderungen zu lösen und verknüpfen Sie so die Trainingsinhalte mit den Erfahrungen der Teilnehmer.

Auf diese Weise gelingt Personalisierung auch bei einem Training, das Sie für hunderte Mitarbeiter konzipiert haben. Das neue Wissen ergänzt vorhandenes Wissen, so dass eine Teilnehmerin nach dem Training in den entsprechenden Situationen darauf zurückgreifen kann und neue Verhaltensweisen etabliert.

Knüpfen Sie an die Expertise der Teilnehmer an

Es steigert die Akzeptanz der Lernenden für neue Inhalte, wenn sie direkt sehen, wie sie täglich von ihnen profitieren und welchen Mehrwert sie ihnen bieten. Zudem fühlt sich der Lernende mit seiner Expertise abgeholt und seine Aufmerksamkeit ist Ihnen sicher.

5. Passen Sie die Präsentation der Trainingsinhalte an das Vorwissen der Teilnehmer an

Vom Wissensstand der Teilnehmer hängt ab, wie die neuen Lerninhalte präsentiert werden sollten, damit Personalisierung des Trainings für die Gruppe gelingt. Sind die Teilnehmer Neulinge im Trainingsthema, ist es sinnvoll, ihnen die neuen Inhalte zunächst vorzustellen - ohne aktive Mitarbeit der Teilnehmer. Sobald sie sich jedoch ein wenig im Thema auskennen, müssen sie involviert werden. Das gilt umso mehr, je mehr Vorwissen vorhanden ist.

Auf diese Weise ziehen Ihre Mitarbeiter maximalen Nutzen für sich und damit auch für Ihr Unternehmen aus dem Training. Denn je aktiver ein Teilnehmer in das Training eingebunden ist, desto besser wird es ihm gelingen, die Inhalte in seinen Alltag zu integrieren

Vom Wissensvermittler zum Lernbegleiter

Je besser die Teilnehmer sich auskennen, desto weiter tritt der Trainer in den Hintergrund. Seine Rolle besteht dann nicht mehr darin, direkt Wissen zu vermitteln, sondern die Mitarbeiter dabei zu unterstützen, sich das Wissen selbst zu erarbeiten und Feedback über ihren Lernfortschritt zu geben. In jedem Fall ist es wichtig, dass die Teilnehmer spätestens zu Beginn des Trainings erfahren, was genau sie bei der Veranstaltung lernen sollen und wie es ihnen nützen wird.

6. Unterstützen Sie die Teilnehmer dabei, Lernziele zu formulieren

Jeder Teilnehmer bringt nicht nur eigene Erfahrungen mit zum Training, sondern hat auch eine individuelle Vorstellung davon, was ihm das Training bringen soll und an welchen Zielen er anschließend arbeiten möchte. Zwei Teilnehmer derselben Veranstaltung können deshalb unterschiedliche Schwerpunkte setzen und so jeweils ihren Nutzen maximieren.

Der Aspekt der Selbstbestimmung ist hier besonders wichtig. Erwachsene wollen eigene Entscheidungen treffen – je stärker sie in die Entscheidung, was sie lernen möchten, eingebunden sind, desto mehr Bedeutung messen sie ihrem Ziel bei.

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Autonomie führt zum Lernerfolg

Unterstützen Sie die Teilnehmer dabei, sinnvolle und messbare Ziele für ihr persönliches Training on-the-job festzulegen. Hier unterstützen Trainer und Personalentwickler mit methodischen und inhaltlichen Leitplanken, die den Mitarbeiter zum Erfolg bringen.

Damit die guten Vorsätze den Alltagstest bestehen, sollte der Mitarbeiter insbesondere zu Beginn immer wieder an diese erinnert werden. Mobile Lösungen stellen sicher, dass die Erinnerungen auch unterwegs zur Verfügung stehen und jeder Mitarbeiter nicht nur seine Lernziele, sondern auch seine Lernzeiten optimal an die eigenen Bedürfnisse anpassen kann.


Nach dem Training Personalisierung in den Alltag integrieren

Übung macht den Meister, das gilt auch im Corporate Learning. Mit personalisierten Angeboten arbeiten Teilnehmer auch nach Ende des Trainings kontinuierlich an ihren Zielen. Ihr gemeinsamer Erfolg ist damit fast vorprogrammiert.

7. Schaffen Sie Raum für die Lernpräferenzen der Teilnehmer

Unmittelbar nach dem Training müssen die Teilnehmer die Gelegenheit haben, die neuen Lerninhalte und Verhaltensweisen in ihr Tagesgeschäft zu integrieren. Sonst gerät das Training schnell in Vergessenheit – aller guten Ziele und Vorsätze zum Trotz.

Deshalb ist es sinnvoll, den Teilnehmern verschiedene Möglichkeiten anzubieten, nach dem Training selbstständig on-the-job weiterzuarbeiten.

Bieten Sie verschiedene Lernkanäle an

Stellen Sie Tools und Formate zur Verfügung, aus denen die Teilnehmer entsprechend ihrer eigenen Vorlieben wählen können. Entscheidend für die erfolgreiche Personalisierung ist, dass die Lerner in ihrem eigenen Tempo und zu einer selbstgewählten Zeit arbeiten. Mit mobilen Lösungen können die Mitarbeiter jederzeit lernen: morgens, abends oder in der Situation, in der sie sich bestimmte Lerninhalte ins Gedächtnis rufen wollen, etwa vor Präsentationen oder Mitarbeitergesprächen.


Darüber hinaus hilft ein Angebot verschiedener Kanäle, etwa eine Auswahl an Blogs, Podcasts und Büchern, die Mitarbeitern Anregungen gibt, die sich in ihrem Fachgebiet weiterentwickeln möchten.

8. Motivieren Sie die Teilnehmer zur persönlichen Reflexion

Der nächste Schritt zum nachhaltigen persönlichen Trainingserfolg ist ein strukturiertes Follow-up, bei dem die Personalentwicklung den einzelnen Teilnehmer unterstützt. Das ist umso leichter, je konkreter der Praxisbezug des Trainings für den Mitarbeiter bereits vor der Veranstaltung war und je sinnvoller er im Training seine Ziele definiert hat.


Regen Sie dazu an, dass die Teilnehmer regelmäßige Selbst-Checks durchführen. Voraussetzung dafür ist, dass die Mitarbeiter Zeitfenster haben, in denen sie an ihren Zielen arbeiten und ihren Lernerfolg reflektieren können. Auch der beste Vorsatz geht im Alltagstrubel schnell unter. Deshalb ist es hilfreich, wenn Sie als Personalentwickler immer wieder an die Ziele erinnern.

So halten Sie den Aufwand gering

Das hat zwei Vorteile. Erstens unterstützen Sie den Teilnehmer oder die Teilnehmerin dabei, die neuen Inhalte in den Alltag zu transferieren. Wichtig dabei ist, dass die Mitarbeiter sich nicht kontrolliert fühlen. Das lässt sich vermeiden, indem Erinnerung und Feedback anonymisiert werden.

Zweitens können Sie aus der Aktivität und dem Lernerfolg der Teilnehmer Rückschlüsse für künftige Trainings ziehen. Als Personalentwickler können Sie den Aufwand gering halten, wenn Sie die Erinnerungsaufgabe automatisieren.

 

  • In welchen Situationen haben Sie Inhalte aus dem Training in der vergangenen Woche erfolgreich eingesetzt?
  • In welchem Kontext war es eine Herausforderung für Sie, das neu Gelernte anzuwenden?
  • Wie hat Ihnen das neu Gelernte diese Woche geholfen?

9. Initiieren Sie Rückmeldung aus der Peer Group

Neben kritischer Selbstreflexion hilft auch persönliches Feedback von anderen Trainingsteilnehmern oder der Peer Group jedem einzelnen Teilnehmer dabei, seinen Fortschritt zu beobachten und an seinen Zielen zu arbeiten.

Die gemeinsame Reflexion der Lerninhalte im Alltag bringt den Teilnehmern neue Perspektiven und Ideen. Der wesentliche Vorteil der Peer Group oder der Lerngruppe aus dem Training gegenüber Mentorenprogrammen besteht darin, dass es kein Machtgefälle gibt. Stattdessen geht es um die Frage, wie sich die Mitglieder der Gruppe gegenseitig dabei unterstützen können, sich zu entwickeln. Das ermöglicht einen offeneren Austausch, als er mit Ranghöheren möglich wäre.

Vernetzen Sie die Teilnehmer auch digital

Auch in diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass die Teilnehmer überhaupt die Zeit haben, mit ihrer Lerngruppe in Kontakt zu treten. Eine gute Alternative zu Präsenztreffen sind digitale Tools, mit denen sich die Teilnehmer vernetzen können. Beispielsweise kann eine Teilnehmerin direkt im Anschluss an eine problematische Situation Feedback und Rat der Teilnehmer seines Trainings erfragen, ohne auf einen fixen Termin warten zu müssen.


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10. Evaluieren Sie den Lernerfolg der Teilnehmer

Entwickeln Sie Ihr Konzept für die Personalisierung von Trainings nach dem Lean-Start-up-Prinzip. Fangen Sie mit einem einfachen Prozess an, messen Sie die Trainingserfolge der Teilnehmer und lernen Sie aus den Ergebnissen.

Mit Checklisten und Befragungen der Teilnehmer ermitteln Sie den Wissensstand der Teilnehmer nach dem Training und ob sie ihre Ziele erreicht haben. Es ist wichtig, den Zweck der Evaluation im Blick zu behalten: Das Ziel ist, den Impact der Trainings zu messen, um die Mitarbeiter immer besser bei ihrer Entwicklung zu unterstützen. Ausbleibender Erfolg soll keine negativen Konsequenzen für einzelne Mitarbeiter haben, sondern bildet die Grundlage für künftige Verbesserung des Prozesses.

Messen Sie Ihren Beitrag zu den Unternehmenszielen

Bei der Evaluation geht es darum zu verstehen, welche Elemente der Trainingsplanung funktionieren und wo es Verbesserungsbedarf gibt, um die Teilnehmer besser in ihrem Lernen zu unterstützen.

Für Personalentwickler spricht ein weiteres Argument für die Messung von Trainings: Mit gezielter Messung weisen Sie nach, dass die Personalentwicklung zu den Unternehmenszielen beiträgt.

 


Bonus: Personalisieren Sie Ihre Trainings mit der everskill-App

Begleiten Sie Ihre Mitarbeiter von der Trainingsvorbereitung über die Veranstaltung selbst bis hin zur Implementierung der Lerninhalte in den Arbeitsalltag mit einer umfassenden Lösung. Mit der App können Sie in wenigen Klicks Surveys erstellen, Wissen und Erwartungen abfragen und ihren Teilnehmern ermöglichen, personalisierte Trainingspläne zu erstellen.

 

Die gesamte Step-by-Step-Anleitung mit allen 10 Schritten
inklusiver praktischer Checkliste zum Ausdrucken finden Sie hier: