Totgesagte leben länger. Schon im Januar 2010 erklärte Steve Jobs den Desktop-PC für obsolet, als er in San Francisco das iPad vorstellte (ja, das iPad gibt’s jetzt auch schon wieder seit 11 Jahren).

Steve Jobs war ein genialer Visionär, aber in diesem Fall hatte er Unrecht. Wer einen Bürojob hat, sitzt in den allermeisten Fällen auch heute noch viele Stunden am Tag an einem Desktop-PC. Auch dieser Artikel entsteht ganz old-school an einem Laptop. Nur knapp 45% des gesamten Traffics in Deutschland entfielen 2019 auf Smartphone und Tablet.

Die Zukunft der Personalentwicklung liegt in mobilen Lösungen

Ob Smartphone oder Tablet: Unser Nutzerverhalten ist bei mobilen Endgeräten anders als an Desktop-PC oder Laptop, und diese Unterschiede haben viele Vorteile, die uns das Lernen erleichtern. Gezielt eingesetzt, steigern Personalentwickler mit Smartphones den Lernerfolg ihrer Mitarbeiter.

 

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Top 11 Gründe für mobile Lösungen in der Personalentwicklung

1. Sie nutzen Gewohnheiten Ihrer Mitarbeiter

Neue Gewohnheiten etablieren wir am ehesten, wenn wir sie mit bestehenden verknüpfen. So machen wir es unserem Gehirn leicht, eine neue Verhaltensweise einzuschleifen.

Ob wir es nun zugeben wollen oder nicht: Wir halten unsere Smartphones permanent in den Händen. Was liegt da näher, als auch die Lerninhalte der letzten Weiterbildungsveranstaltung dort verfügbar zu machen?

2. Sie sichern die Nachhaltigkeit Ihrer Trainings

Stichwort Gewohnheit: Im Privaten arbeiten wir schon lange mit Apps, um unser Durchhaltevermögen zu stärken.

Runtastic, Headspace, Calm – ob laufen gehen oder meditieren - wir werden erinnert Verhalten umzusetzen, tracken unsere Aktivitäten und spornen uns so an, regelmäßig zu üben. Das Prinzip ist simpel und übertragbar: Mit mobilen Lösungen aktivieren Sie Ihre Mitarbeiter, Lerninhalte auch nach einem Training regelmäßig zu wiederholen und anzuwenden.

3. Die Einbindung in den Alltag gelingt spielend

Smartphones stehen schon lange dafür am Pranger, dass unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehen und uns mit Push-Messages aus der Konzentration reißen.

Was wäre, wenn sich Ihre Mitarbeiter das zunutze machen könnten, indem sie sich etwa vor wichtigen Terminen an entscheidende Inhalte aus ihrem letzten Training erinnern lassen könnten? Oder daran, dass sie sich im Meeting mit dem Vorgesetzen eigentlich anders verhalten wollten? Websites schicken keine Push-Messages. Bei mobilen Endgeräten sind wir daran gewöhnt. Profitieren Sie in der Personalentwicklung davon.

4. Ihre Trainingsinhalte sind immer und überall verfügbar

Unser Smartphone ist unser treuester Begleiter.

Wenn Sie mobile Lösungen in Ihre Personalentwicklung einbinden, erreichen Sie nach dem Training auch die Mitarbeiter, die nicht ständig am PC arbeiten: Mitarbeiter in Produktion, Einzelhandel oder auf Montage, Mitarbeiter, die unterwegs bei Kunden oder Lieferanten sind, Mitarbeiter, die remote arbeiten. Sie alle haben Trainingsinhalte auf dem Smartphone genau dann zur Hand, wenn sie sie brauchen.

 

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5. Ihre Trainingsinhalte sind offline verfügbar

LMS und Webinare sind beliebt, haben aber einen Nachteil gegenüber Native Apps: Sie können nur online betrieben werden.

Wer regelmäßig Bahn fährt, der weiß: Stabile Internetverbindungen sind in Deutschland noch immer ein Problem. Damit die Lerninhalte Mitarbeitern digital wirklich immer zur Verfügung stehen, müssen sie auch offline zugänglich sein. Bei Native Apps ist das der Fall. So sind die Mitarbeiter flexibel und können lernen, wiederholen und nachschlagen, wann immer sie es möchten.

6. Mobile Lösungen sind intuitiv

Der iPod war auch dann noch besonders beliebt, als es schon längst zahllose billigere mp3-Player gab. Warum?

Abgesehen von Apples Kultstatus war er auch unfassbar einfach zu bedienen. In den 20 Jahren, seitdem es iPods gibt, haben wir uns an intuitive Bedienung unserer mobilen Endgeräte gewöhnt. Mobile Lösungen knüpfen genau hier an und liefern Trainingsinhalte in einem intuitiv bedienbaren Format, das an bestehende Gewohnheiten der User – Ihrer Mitarbeiter – anknüpft. Bei mobilen Lösungen haben Programmierer in der Entwicklung immer den Endnutzer im Blick. Weblösungen wie LMS fokussieren sich hingegen häufig auf die Verantwortlichen in der Personalentwicklung.

7. Mobile Lösungen sind interaktiv

Noch ein Grund aus Gewohnheit:

Interaktive Elemente wie Chatfunktionen und Newsfeeds kennen wir ebenfalls vom Smartphone (zugegeben: der eine oder die andere erinnert sich vielleicht auch noch an ICQ) und nutzen sie dort selbstverständlich. Bringen Sie außerdem zusätzliche Abwechslung in Form von Bildern oder Videos ein, werden Ihre Mitarbeiter es Ihnen mit erhöhter Aufmerksamkeit und mehr Praxistransfer danken. 

8. Mobile Lösungen vereinfachen Reflexion

Einen Schritt weiter als die bloße Erinnerung geht das Lerntagebuch.

Mit mobilen Lösungen haben Mitarbeiter Trainingsinhalte immer zur Hand und können sich zum gewünschten Zeitpunkt erinnern lassen. Außerdem können sie sich Notizen machen. Was hat funktioniert? Was hat nicht funktioniert? Sobald sie eine Anregung aus dem Seminar umgesetzt und ihr Verhalten geändert haben, notieren sie ihre Erfahrungen in der App. Wenn sie warten müssen, bis sie das nächste Mal am PC sitzen, ist das Momentum vorbei. Mobile Lösungen ermöglichen direkte Reflexion.

9. Mobile Lösungen ermöglichen Microlearning

Das Internet ist schuld: Wir haben heute die Aufmerksamkeitsspanne eines Eichhörnchens.

Also gilt in der Personalentwicklung: Kommen Sie zum Punkt. Microlearning mit mobilen Lösungen ermöglicht genau das, denn Apps rufen kurz und knapp ins Gedächtnis, was Ihre Mitarbeiter im Training gelernt haben und wie sie es umsetzen wollten. Dafür braucht es keine langen Lernvideos oder Multiple-Choice-Tests – die einfache Erinnerung genügt, denn der Lerntransfer nach einem Training scheitert nicht an mangelndem Willen, sondern daran, dass die Mitarbeiter einfach vergessen, die Inhalte einzusetzen.

10. Mobile Lösungen begeistern Ihre Mitarbeiter

Personalentwicklung ist einer der zentralen Faktoren für gezielte Mitarbeiterbindung.

Wenn ein Mitarbeiter den Eindruck gewinnt, dass er in Ihrem Unternehmen nichts lernt, ist er schnell geneigt, zu kündigen. Mobile Lösungen unterstützen Sie auf zwei Wegen, die Fluktuation zu verringern: Zum einen ermöglichen sie ein personalisiertes und nachhaltiges Training, das den Mitarbeiter wirklich weiterbringt. Zum anderen zeigen Sie sich als Arbeitgeber, der vor allem auch für jüngere und/oder innovative Mitarbeiter attraktiv ist.

11. Mobile Lösungen messen Ihren Trainingserfolg

Mobile Lösungen erfassen Daten darüber, wie lange sich Ihre Mitarbeiter mit Ihren Trainingsinhalten befassen, welche Themen für sie besonders relevant sind und welche Prioritäten sie setzen –anonymisiert, versteht sich.

Die aggregierten Daten liefern Ihnen als Personalentwickler die Datenbasis, auf der Sie Ihre Trainingsprogramme verbessern und entsprechend dem Bedarf Ihrer Mitarbeiter gestalten können. Darüber hinaus ermöglichen anonymisierte Benchmarks den Vergleich mit Wettbewerbern.

Wie gelingt der Personalentwicklung „mobile first“?

Eine mobile Lösung zu nutzen heißt nicht, dass Sie nun PDFs bereitstellen, wo sie vorher Arbeitsmappen in Ihren Seminaren verteilt haben. Wir konsumieren Inhalte anders und verhalten uns anders, wenn wir ein Smartphone in der Hand halten – anders als am PC, und erst recht anders als wenn wir ein Blatt Papier in der Hand halten.

Vor allem ist unsere Aufmerksamkeitsspanne extrem kurz, wenn wir mobil unterwegs sind. Achten Sie deshalb darauf, dass die Nutzeroberfläche der App Ihrer Wahl so einfach und übersichtlich wie möglich ist.

Noch intensiver arbeiten Ihre Mitarbeiter mit Ihrer mobilen Lösung, wenn Sie den IKEA-Effekt nutzen. Michael Norton, Psychologe an der Harvard Business School, hat herausgefunden, dass ein Gegenstand, wie etwa ein Möbel, das selbst gebaut oder zumindest zusammengebaut wurde, für die daran beteiligte Person einen höheren ideellen Wert hat als ein Massenprodukt.

 

So machen Sie Trainer und Teilnehmer neugierig

Das Prinzip lässt sich übertragen. Erstellen die Teilnehmer einer Weiterbildungsveranstaltung beispielsweise gemeinsam ein Fotoprotokoll, hat das für sie einen höheren Wert, als wenn der Trainer ihnen nach der Veranstaltung die Vortragsfolien schickt – und umso leichter wird es, die Lerninhalte in den Alltag zu integrieren.

Voraussetzung für den Erfolg Ihrer mobilen Lösung ist ein richtiges Onboarding. Nur wenn Trainingsteilnehmer und Trainer verstehen, warum und wie sie das Tool nutzen können, werden sie damit arbeiten. Trainer müssen dafür von Beginn an in den Prozess eingebunden werden, ihre Veranstaltung digital aufzubereiten. Die Teilnehmer müssen die Gelegenheit haben, sich mit dem Programm vertraut zu machen und Fragen stellen können.

Möchten Sie wissen, wie eine mobile Lösung Ihr Training nachhaltig erfolgreicher gestalten kann? Testen Sie es an Ihrem eigenen Trainingsprogramm:

 

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Quellen:

The New Republic | The PC officially died today 

StatCounter — Global Stats | Desktop vs Mobile vs Tablet Market Share Germany

Wikipedia | IKEA-Effekt