Da sind alle gleich, ob ein-Frau-Trainingsinstitut oder Akademie mit tausenden Teilnehmern. Aktuell sind alle Trainingsanbieter gezwungen, ihre Veranstaltungen virtuell abzuhalten – wenn sie ihren Laden nicht schließen wollen.

In unserem Expertengespräch berichtete Uwe Velhagen, wie diese Digitalisierung bei Hilti gelungen ist. Der Leiter der Hilti-Akademie schilderte auch, was sie heute anders machen als zu Beginn der Pandemie.

 


Die Tonqualität ist hervorragend, die Videoqualität kann jedoch nicht ganz mithalten...

Die 3 Erfolgsfaktoren bei Hilti:

💡 Priorisierung von Trainings und Trainingsinhalten

🧠 Echte Digitalisierung statt Online-Präsenztrainings

🤝 Weiterbildung auch für Trainer

Der Reihe nach: Prioritäten für die Digitalisierung

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Personalentwicklung muss weitergehen – das war für Hilti klar. Neue Mitarbeiter müssen eingearbeitet werden, Sicherheitszertifikate laufen ab und gerade in einer Krise kommt es auf Soft Skills an.

Klar war aber auch, dass es nicht funktionieren würde, den „vor-Corona-Normalbetrieb“ einfach in den virtuellen Raum umzuziehen. „Wir haben uns dann gefragt: Welche Trainings brauchen wir wirklich? und uns auf diese konzentriert“, erklärt Uwe Velhagen. „Bei der Auswahl haben wir sowohl den Bedarf des Unternehmens als auch die Bedürfnisse der Teilnehmer hinterfragt.“ 

Welche Trainingsinhalte brauchen wir?

Daniel Schmelzer fasst die Auswahl zusammen: „Man muss sich fragen: Was brauchen wir zum Überleben, was ist unsere Intensivstation – und was ist unser Trainings-Maledivenurlaub?“

Im zweiten Schritt hat sich Hilti die ausgewählten Trainings genauer angesehen. „Wenn wir ein zweitägiges Training 1:1 vor dem Bildschirm abspulen, werden die Teilnehmer ja verrückt.“ Neben der Priorisierung der Trainings komme es auch auf die Priorisierung der Trainingsinhalte an, immer vor der Frage: Was brauchen wir wirklich, um zu überleben? Denn gerade zu Beginn der Krise sei es auch bei Hilti genau darum gegangen, betont Uwe Velhagen: Durchhalten.

Soft Skills nicht vergessen

Zu den überlebenswichtigen Schulungen gehören auch Themen wie Führungskräfteentwicklung oder Kommunikationstrainings. Gerade, wenn sich die Teams nicht persönlich treffen, muss die Führungskraft mit guten Trainings unterstützt werden.

Mehr Tesla für die Personalentwicklung

Bei der Digitalisierung des Angebots ist Hilti vorgegangen wie Elon Musk bei der Entwicklung seiner Teslas: Radikal.

Es ging Hilti nicht darum, vorhandene Trainings zu digitalisieren, sondern digitale Trainings anzubieten. „Wir haben uns also gefragt, wie ein Training aussehen muss, in dem es keine Face-to-face-Interaktion gibt“, erklärt Uwe Velhagen.

Dazu gehört auch, dass Hilti in virtuellen Trainings Trainer-Tandems einsetzt. Ein Trainer leitet die Veranstaltung, der andere moderiert den Chat, sichert die Technik und ist Ansprechpartner für die Teilnehmer.

Win for all: Trainer-Tandems

Von Trainer-Tandems profitieren alle Beteiligten:

  • die Teilnehmer erhalten eine ideale Betreuung,
  • der präsentierende Trainer wird entlastet
  • die Trainer, deren Veranstaltungen vorübergehend nicht stattfinden können, kommen hier wieder zum Zuge.

Schöner Nebeneffekt: Die beiden Trainer im Tandem lernen in der Zusammenarbeit voneinander und entwickeln sich ebenfalls weiter.

Nicht vergessen: Training für die Trainer

Die Trainingsformate hat Hilti radikal umgestellt und digitalisiert. Das bedeutete auch für die Trainer eine große Umstellung. Ein Trainer im Präsenztraining benötigt andere Fähigkeiten als ein Trainer im digitalen Raum. „Deshalb haben wir auch in die Ausbildung unserer Trainer investiert“, so Uwe Velhagen.

Es wichtig, dass die Trainer sich mit den neuen Tools und etwaiger neuer Software im Schlaf zurechtfinden – das sichert die Professionalität der Trainings. „Pannen kann es geben, das ist kein Problem. Aber unsere Trainer sollen die digitalen Trainings sicher geben und sich auf ihr Training konzentrieren können.“

Außerdem sei die Bühne in virtuellen Trainings eine andere – Trainer müssen auch im digitalen Raum präsent sein, die Teilnehmer aktivieren und den Spannungsbogen halten.

Personalentwicklung gelingt auch digital

Priorisieren, umdenken, investieren und bei all dem offen bleiben: So lassen sich die Erfolgsfaktoren für die Digitalisierung der Personalentwicklung bei Hilti zusammenfassen. Am Ende kommt es auf die Lernbereitschaft aller Beteiligten an, um aus der Krisensituation eine Chance für Entwicklung zu machen.

 

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