Microlearning funktioniert wie das große Einmaleins: Anstatt Aufgaben wie 13x82 am Stück zu rechnen, zerlegen wir sie in ihre Einzelteile. Erst die Zehner, dann die Einer, dann addieren wir die Teilergebnisse und kommen so auf das Produkt.

Genauso beim Microlearning: Wir brechen komplexe Lerninhalte in kleine Einheiten herunter. Diese sind einfacher zu erfassen und Lernenden fällt es leichter, sich im Alltag an diese Elemente zu erinnern und die Lerninhalte in ihr Handeln zu integrieren.

Haben sie eine Einheit erfolgreich verinnerlicht, widmen sie sich der nächsten und entwickeln sich so stetig weiter. Auf Dauer wirkt sich ihr Lernerfolg auch auf das Geschäftsergebnis aus.

 

Was ist Microlearning?

Beim Microlearning erhalten Lernende neue Informationen in mehreren kurzen Einheiten in dem Moment, in dem sie das Wissen brauchen, anstatt in einer einzigen längeren Schulung. Mit Microlearning ist Lernstoff ganz nach den Bedürfnissen des Lernenden verfügbar.

Im Bereich Soft-Skills dienen Präsenztrainings als Form des Makro-Lernens der Wissensvermittlung. Hier werden die Lernenden mit neuen Fähigkeiten oder Prozessen vertraut gemacht. Der Lerntransfer erfolgt dann anschließend mit Microlearning-Methoden, die in der Regel auf e-Learning und mobilen Lösungen basieren.

Effektives Microlearning verschmilzt mit dem Alltag

Microlearning gilt als besonders effektiv: Es ist einfach, spezifisch und vermittelt nur das Wissen, das wirklich gebraucht wird, zum Zeitpunkt, an dem es gebraucht wird.

Bei Faktenwissen und Arbeitsanweisungen funktioniert das Konzept wunderbar. Aber lässt es sich auch auf Soft Skills übertragen? Können wir Führungskompetenzen in ihre Einzelteile zerlegen?

Funktioniert Microlearning auch in Soft-Skill-Trainings?

Ja. Allerdings wandeln Methoden für Soft-Skill-Microlearning das Konzept etwas ab. Der Unterschied: Bei Soft Skills unterstützt Microlearning die Lernenden, nicht nur theoretisch zu wissen, wie sie sich verhalten könnten, sondern das auch tatsächlich praktisch zu tun.

Verändern Sie Gewohnheiten in kleinsten Schritten

Gerade bei anwendungsorientierten Fähigkeiten kommt es darauf an, Gewohnheiten zu verändern. Das funktioniert am besten in kleinen Schritten. Daher ist Microlearning als Transfermethode nach Soft-Skill-Trainings ideal geeignet, um den Trainingserfolg zu sichern – wenn die Lernenden nicht nur an den Stoff erinnert werden, sondern vor allem daran, wie sie ihn umsetzen möchten.

Wichtig: Damit es effektiv ist, muss sich Microlearning natürliche Weise in den täglichen Arbeitsablauf einfügen. Die Mitarbeiter müssen freiwillig lernen und einen persönlichen Vorteil darin erkennen – nur dann wird das Microlearning zum Lernerfolg führen.

Wenn eine Führungskraft sich beispielsweise vornimmt, mehr Feedback zu geben, reicht es nicht, dass sie an ihr Führungskräfteseminar erinnert wird und welche Inhalte sie dort gelernt hat.

Wirklicher Lerntransfer findet dann statt, wenn diese Führungskraft ihrer Mitarbeiterin auch wirklich mehr Feedback gibt. Dabei hilft eine Erinnerung zum richtigen Zeitpunkt – abgewandeltes Microlearning. Als Personalentwickler kommt es dabei auf Ihre Unterstützung an. Digitale Lösungen oder individuelle Lernnetzwerke sind Möglichkeiten, mit denen Sie den Teilnehmern bei der Umsetzung helfen können.

Klassische Trainings sind das Gegenteil von Microlearning

Erfolgreiche Führung oder effektive und empathische Kommunikation sind viel zu komplex, um sie „am Stück“ in den Alltag zu integrieren. Ein zweitägiges Training macht aus keiner chronisch gestressten Führungskraft einen inspirierenden Leader. Es setzt jedoch Impulse und verschafft einen Überblick über das Thema.

Eine Herausforderung bei der Planung von Soft-Skill-Programmen besteht darin, dass wir dazu neigen, so ziemlich jedes Prinzip zu übersehen, das Microlearning ausmacht.

Mitarbeiter nehmen an mehrtägigen Seminaren teil.

Anschließend passiert: Nichts. Kein Follow-up.

Der klassische Trainingsansatz ist also das Gegenteil von dem, was erfolgreiches Microlearning ausmacht.

Microlearning sichert nachhaltigen Lerntransfer

Damit es unserer gestressten Führungskraft anschließend gelingt, die Inhalte des Trainings im Alltag einzusetzen, braucht sie die Unterstützung der Personalentwicklung. Mit Microlearning knüpfen Sie an Ihre bestehenden Programme an und stellen Wissenstransfer, langfristige Verankerung der Inhalte und messbare Ergebnisse sicher.

Es ist verlockend, so viele Informationen wie möglich in ein Trainingsprogramm zu packen. Aber damit das Training effektiv sein kann, ist es wichtig, dieser Versuchung zu widerstehen. Die Stärke des Microlearnings liegt in seiner Methode: Sie nehmen die Lerninhalte und zerlegen sie in kleine Einheiten, damit die Teilnehmer sie leichter verstehen und anwenden können. Konzentrieren Sie sich auf wenige Themen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Teilnehmer die Inhalte im Langzeitgedächtnis speichern.

Übergeben Sie die Verantwortung den Teilnehmern

Diskutieren Sie mit den Teilnehmern eines Trainings, welche Lerninhalte für sie besonders wichtig sind. Welche Gewohnheit wollen sie verändern? Welches Verhalten adaptieren oder ablegen? Anschließend entscheiden die Teilnehmer, wie sie dieses Ziel in kleinen Schritten in Ihren Alltag integrieren möchten. 

Denn einer der größten Vorteile des Microlearnings besteht darin, dass es sich auf natürliche Weise in die täglichen Arbeitsabläufe der Mitarbeiter einfügt. Als Personalentwickler erleichtern Sie es den Mitarbeitern, sich an die Trainingsinhalte und ihre persönlichen Lernziele zu erinnern, etwaige Hintergrundinformationen nachzuschlagen und anzuwenden, wenn sie sie brauchen.

Ein weiterer Vorteil: Die Mitarbeiter entscheiden selbst, wann und was sie lernen. So übernehmen sie selbst die Führung über ihre eigene Entwicklung, was die Motivation deutlich steigert.

Microlearning: Baustein für den Lernerfolg

Das alternative Microlearning wird nicht die gesamte Strategie sein, wenn es um erfolgreiches Soft-Skill-Training geht. Aber es stellt eine wichtige Komponente für den Lernerfolg dar, um persönliche Fähigkeiten der Mitarbeiter langfristig auszubauen und zu erhalten. 

 

Bleiben Sie an Ihren Lernzielen dran und unterstützen Sie Ihre Mitarbeiter dabei, Trainingsinhalte im Alltag einzusetzen:

 

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