Personalentwicklung ist in der aktuellen Krisensituation wichtiger denn je. Nur mit gut geschulten und resilienten Mitarbeitern kommen Unternehmen durch die Corona-Zeit. So nutzen Sie die Chancen, die sich Personalentwicklern aktuell eröffnen.

Chancen für die Personalentwicklung: Hier das gesamte Whitepaper als pdf herunterladen.

 

Inhalt 

Lernen nach Bedarf

Veränderungen beschleunigen

Fokus legen

Erfolge feiern

 

Lernen nach Bedarf

Die gezwungenermaßen rapide Digitalisierung im Arbeitsbereich eröffnet der Personalentwicklung auch hinsichtlich Trainings, Weiterbildung und beruflichen Lernens neue Möglichkeiten. Vor der Corona-Krise waren Präsenztrainings gerade für Soft Skills die Regel. Mitarbeiter und Unternehmen haben inzwischen festgestellt, dass virtuelle Trainings eine wertvolle Alternative sind. Auch in der Mitarbeiterentwicklung ist das digitale Arbeiten zur Gewohnheit geworden.

Digitale Formate ermöglichen es Trainern und Personalentwicklern, fokussierter auf den Lernbedarf eines einzelnen Teilnehmers einzugehen und so die Wirksamkeit des Trainings zu erhöhen. Denn je genauer ein Training dem Bedarf des Teilnehmers entspricht, umso leichter fällt es ihm, Inhalte in seinen Alltag zu integrieren und umso eher hat die Weiterbildung einen Impact im Tagesgeschäft.

Personalisierung vor, während und nach dem Training gewährleisten: Hier den kostenlosen Guide herunterladen.

Ganz konkret: Beispielsweise lässt sich die Nachhaltigkeit von Trainings mit digitalen Formaten wie Blended-Learning-Ansätzen steigern. Das kann bereits als Vorbereitung auf das Training geschehen, indem die Teilnehmer sich vorab selbst einschätzen und im Training dann genau wissen, an welchen persönlichen Themen sie arbeiten sollten. So wird wertvolle Zeit im Seminar gespart, die dann zur inhaltlichen Arbeit oder für Transferelemente zur Verfügung steht.

Blended-Learning-Lösungen bieten darüber hinaus den Vorteil, potenziell leichter skalierbar zu sein. So werden viele Mitarbeiter über mehrere Standorte hinweg einbezogen und unterstützt. Ein einmal kuratiertes Programm benötigt dann nur noch wenige Anpassungen, beispielsweise hinsichtlich der Sprache. So nutzen Personalentwickler das neue Vertrauen in digitale Formate, um unternehmensweite Trainings zu ermöglichen und ihren Impact im Nachgang zu steigern. Ein weiterer Vorteil: Sowohl Trainer als auch Mitarbeiter sparen Reisezeit und Reisekosten.

Tägliches Training in den Alltag integrieren

Auch über virtuelle Trainings hinaus können Personalentwickler von der Digitalisierung profitieren und einen Rahmen schaffen, in dem Mitarbeiter sich eigenständig fachlich und methodisch weiterbilden. Die Voraussetzung für tägliches Lernen ist eine Kultur, die den Mitarbeitern diese Zeit einräumen. Inhaltlich bietet sich eine Auswahl von Blogs, Podcasts und ähnlichen Quellen an. Fünf Minuten pro Tag genügen schon für merkliche Effekte. Auf den ersten Blick wirken fünf Minuten trivial. Doch aufs Jahr gesehen kommen so mehrere „Trainingstage“ zusammen, von denen der Mitarbeiter unmittelbar profitiert.

Veränderungen beschleunigen

Unternehmen haben keine andere Wahl, als Prozesse zu verkürzen. Insbesondere zu Beginn der Krise mussten mutige Entscheidungen auch außerhalb von Standardprozessen getroffen werden. Diese Situation birgt die große Chance, langfristig Mitarbeiter von Trainingskonsumenten zu aktiv Mitwirkenden zu entwickeln.

Für alle schafft die Situation eine besondere Gelegenheit für eine umfassende Modernisierung und Flexibilisierung des L&D-Angebots in Unternehmen. Die Unternehmensberatung McKinsey hat neue Geschäftsmodelle für den Einzelhandel analysiert und regt dazu an, in diesem Kontext ein „MVP-mindset“ zu entwickeln. MVP ist ein Begriff aus dem Bereich der agilen Methoden und steht für „minimal viable product“. Gemeint ist damit ein Produkt, dass den Kundenbedarf bei minimalem Aufwand deckt. 

Die Herangehensweise lässt sich auch auf Entscheidungen in der Personalentwicklung übertragen. Nicht immer sind komplexe Prozesse zielführend oder auch nur notwendig. Stellen Sie jetzt sicher, dass Sie das Tempo beibehalten, in dem in den letzten Monaten Entscheidungen getroffen wurden. Selbstverständlich soll eine Vereinfachung der Prozesse nicht zulasten der Qualität des Trainingsangebots gehen. Dabei helfen klar definierte Entscheidungsrahmen, innerhalb derer sich Personalentwickler frei bewegen können. 

Die Digitalisierung erhöht die Verfügbarkeit von Inhalten damit die Möglichkeit, dass bei gleichem Ressourcenaufwand seitens der Personalentwicklung mehr Mitarbeiter vom Trainingsangebot profitieren. Personalentwickler sollten den Blick dafür öffnen, wie sie ihren Mitarbeitern das Lernen ermöglichen können. Involvierte Mitarbeiter wiederum entscheiden in Eigeninitiative, wann sie lernen wollen und welche Zeitfenster sie dafür nutzen wollen.

 

New call-to-action

 

Fokus legen

Unabhängig davon, wie ein einzelnes Unternehmen bisher durch die Krise gekommen ist: Alle sind auf starke Führungskräfte mit hervorragenden Kommunikationsfähigkeiten sowie resiliente, flexible Mitarbeiter angewiesen. Ein Unternehmen, das seine Führungskräfte bereits zu empathischen und entschlossenen Persönlichkeiten ausgebildet hat, hat sich mit dem Umzug ins Home Office und der Anpassung an die Corona-Krise leichter getan als andere.

Das setzt Planung voraus. Wie gelingt es, dass Mitarbeiter auch auf künftige Disruptionen agil reagieren können? Welche Fähigkeiten brauchen die Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen, damit es künftig erfolgreich sein kann?

In der Krise den Grundstein für künftigen Erfolg legen

Die Personalentwicklung muss also einerseits im Blick haben, welche Kompetenzen die Mitarbeiter benötigen, damit das Unternehmen erfolgreich sein kann. Ebenso wichtig ist es aber andererseits, auch die Fähigkeiten der Mitarbeiter für ihre persönliche Entwicklung im Blick zu behalten.

Unternehmen müssen heute die Grundsteine legen für die Kompetenzen, die sie in zehn Jahren benötigen werden, das gilt auch und gerade in der Corona-Krise. Indem die Personalentwicklung hierfür die entsprechenden Strukturen schafft, trägt sie maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei.

Unabhängig von der konkreten inhaltlichen Ausrichtung ist der Praxistransfer maßgeblich für den langfristigen Erfolg eines Trainings. „Use it or lose it“ – wer neu gelernte Inhalte nicht im Alltag einsetzt, wird sie sehr schnell vergessen. Gerade nach virtuellen Seminaren entscheidet gezieltes Training on-the-job über das Gelingen der Veranstaltung. 

Wenn der physische Kontext fehlt, in dem Mitarbeiter das neu gelernte Wissen anwenden, ist es umso wichtiger, dass sie immer wieder an Lerninhalte erinnert werden und dass die Personalentwicklung sie dabei unterstützt, an ihren Lernzielen zu arbeiten. Der digitale Coach von everskill nimmt Ihnen diese Arbeit ab und erinnert die Mitarbeiter exakt in dem Moment an ihre Ziele, in dem sie das wünschen und benötigen.

 

New call-to-action

 

Erfolge feiern

Trainings werden oft als verzichtbarer Overhead angesehen. Dabei zahlt die Personalentwicklung unmittelbar auf Unternehmensziele ein, wenn sie diese im Blick behält. Gerade in der aktuellen Situation kommt es darauf an, dass Personalentwickler nicht als Seminar-Organisatoren agieren, sondern langfristig planen, welche Kompetenzen im Unternehmen gebraucht werden und Mitarbeiter – alle Mitarbeiter – dahingehend entwickelt. Aus dem vermeintlichen kostenintensiven Overhead wird so ein strategischer Vorteil für die Unternehmen.

Mitarbeiter können jedoch nur bedarfsgemäß trainiert werden, wenn Personalentwickler ihre Arbeit auf die Unternehmensziele abstimmen. Training Analytics hilft der Personalentwicklung dabei, den Einfluss von Trainings auf die Performance von Mitarbeitern zu messen.

Eine gezielte Analyse der tatsächlichen Umsetzung von Trainingsinhalten im Alltag ermöglicht den Nachweis, welche Trainings einen geringeren Erfolg aufweisen, etwa indem die Daten verschiedener Programme miteinander verglichen werden. Das liefert Anhaltspunkte dafür, welche Programme überarbeitet oder gestrichen werden sollten. So erspart die Personalentwicklung den Mitarbeitern den Frust der Teilnahme an einem zeitintensiven Training mit wenig Bedeutung für ihre tägliche Arbeit.

Mit richtigen KPIs den Trainingsimpact planen

Indem die Personalentwicklung den ROI und die Effizienz ihrer Programme vor der Geschäftsführung anhand konkreter Zahlen nachweisen kann, stärkt sie ihre Rolle als People-Partner im Management. Wenn das L&D-Programm messbare KPIs vorweist, wird der Impact von Trainingsprogrammen planbar. Das erlaubt es der Personalentwicklung, künftige Programme so zu gestalten, dass genau die Resultate erzielt werden, die Mitarbeiter und Unternehmen für ihren gemeinsamen Erfolg benötigen.

Die Krise als Sprungbrett

Personalentwickler bewerten die Corona-Krise optimistisch und sehen in ihr viele Chancen, die eigene Position im Unternehmen zu stärken und teilweise lang herausgezögerte Veränderungen umzusetzen.

Damit profitieren sie von der aktuellen Digitalisierungswelle. Diese eröffnet Optionen, die vor wenigen Monaten noch undenkbar waren. Insbesondere zeigt sich, dass Soft-Skill-Trainings mit der richtigen Planung auch virtuell funktionieren und Mitarbeiter wie Unternehmen im monatelangen Home Office von den Trainings profitieren.

Planungstools und KPIs erlauben es, den Erfolg von Trainings zu planen und weniger erfolgreiche Veranstaltungen zu überarbeiten. Damit wird die Corona-Krise zur Chance, den Stellenwert der Personalentwicklung hervorzuheben, den Erfolg sowohl von Mitarbeitern als auch des Unternehmens zu planen und sich aus dieser Situation zum strategischen Partner der Geschäftsführung zu entwickeln.

Aus der Krise in die Zukunft: Die Personalentwicklung nach Corona — Hier kostenlos herunterladen: