„Online ist die Herausforderung, den Spannungsbogen zu halten, viel größer. In Präsenztrainings schweifen die Teilnehmer auch schonmal ab, aber online noch schneller.“

Hansjörg Schwartz, Trainer

 

 

 

 

 

Virtuelle Live-Trainings mit Trainern sind eine kostengünstige und kontaktlose Alternative zu Soft-Skill-Trainings in Präsenz. Nicht für jedes Thema sind virtuelle Trainings die beste Wahl, doch mit etwas Kreativität profitieren Unternehmen und Mitarbeiter gleichermaßen von diesem Trainingsangebot. Voraussetzung: ein Präsenztraining findet nicht 1:1 online, sondern wird auf den digitale Übertragungskanal angepasst.

Interaktion schaffen und Teilnehmer einbinden

Für Trainer und Teilnehmer ist es in Online-Veranstaltungen schwieriger, aufmerksam zu bleiben, als es das bei einem Präsenztraining ist. Deshalb ist Interaktion der Teilnehmer umso wichtiger. Stellen Sie sicher, dass die Teilnehmer permanent involviert sind, so dass sie weniger abgelenkt sind von E-Mails oder privaten Nachrichten. Wunderbar funktioniert das über Umfragen, die Teilnehmer mit Handzeichen im Chat beantworten, kleinere Diskussionen in Breakout-Rooms oder Quiz. Außerdem sollten alle Teilnehmer die Möglichkeit haben, miteinander zu chatten und Fragen sowohl zu stellen als auch beantworten zu können.

Engagierte Teilnehmer lernen besser

Es ist längst erwiesen: Bei erwachsenen Lernern bleibt umso mehr hängen, je mehr Sinne angesprochen werden. Wenn also Teilnehmer „nur“ vor einem Bildschirm sitzen, ist es umso wichtiger, sie in den Trainingsablauf einzubinden und zu aktivieren, anstatt sie mit Informationen zu berieseln. Deshalb: Je besser die Teilnehmer im Training bei der Sache und eingebunden sind, desto mehr werden sie von der Veranstaltung profitieren, der Lernerfolg stellt sich ein.

Die Teilnehmer können im Training direkt über Plattformen wie Zoom oder Microsoft Teams miteinander interagieren, haben auf diese Inhalte allerdings nach dem Training keinen Zugriff mehr.

Mit der everskill-App stehen den Teilnehmern ihre Diskussionen in Chats, Bilder und Inhalte aus dem Training und Lernziele auch nach dem Training zur Verfügung, so dass sie anschließend weiter mit den Trainingsthemen arbeiten können.

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Übungen fokussieren und weniger Inhalt vermitteln

Wie gesagt: die Aufmerksamkeitsspanne der Teilnehmer wird kürzer sein als in Präsenztrainings, egal, wie spannend Ihr Thema ist. Darum kommt es einerseits darauf an, dass sie die Teilnehmer einbinden, andererseits aber auch darauf, was Sie ihnen überhaupt vermitteln wollen.

Ein Online-Training muss auf jeden Fall weniger Lernstoff beinhalten als ein Präsenztraining. Nehmen Sie sich am besten die Lehrpläne Pläne Ihrer Präsenztrainings vor und vergleichen Sie diese mit den strategischen Unternehmenszielen.

  • Welches Training ist besonders wichtig, damit Ihre Mitarbeiter gerüstet sind, die Unternehmensziele zu erreichen? Behalten Sie dabei nicht nur kurzfristige Ziele wie beispielsweise den Umsatz im Blick, sondern auch langfristige Vorhaben. Gerade jetzt ist die Zeit, dass Ihre Mitarbeiter an Lernzielen arbeiten, die auch in 5 oder 10 Jahren noch relevant sind.
  • Daraus erkennen Sie: Welches Training kann vielleicht warten?
  • Welche Inhalte der wichtigsten Trainings sind wiederum entscheidend für den Unternehmenserfolg oder können nicht aufgeschoben werden?

Priorisieren Sie sowohl die Trainings als auch deren Inhalte und beziehen Sie in Ihre Überlegungen mit ein, welche Inhalte die Teilnehmer am besten unmittelbar in Ihrem Alltag umsetzen können.

Virtuelle Trainings in Bewegung

Gerade nach virtuellen Trainings tun sich die Teilnehmer schwer, Lerninhalte in den Alltag zu übertragen. Am schwierigsten ist es, wenn sie auch noch überwiegend im Home Office arbeiten und das Arbeitsleben insgesamt remote stattfindet.

Damit das Training trotzdem zum Erfolg wird und die wichtigsten Inhalte nicht nur hängenbleiben, sondern auch den Transfer in den Alltag schaffen, streichen Sie bei Ihrer Bestandaufnahme lieber Inhalte als Übungen. Für den Lernerfolg ist es wichtiger, dass Teilnehmer weniger Inhalte lernen, und diese wenigen Inhalte dann auch wirklich anwenden können, als dass sie viel Theorie kennenlernen und gleich wieder vergessen, weil die praktische Anwendung zu kurz kommt.

So gelingt die tägliche Arbeit an Lernzielen

Gerade wenn Ihre Mitarbeiter viel remote arbeiten, brauchen sie Unterstützung dabei, neue Soft Skills im Alltag einzusetzen. Wenn also eine Führungskraft daran arbeiten möchte, besseres Feedback zu geben, reicht dieses Ziel nicht aus. Es ist zu unkonkret und gerade, wenn diese Führungskraft ihre Mitarbeiter nicht regelmäßig sieht, gerät der gute Vorsatz leicht in Vergessenheit.

Noch wichtiger als bei Präsenztrainings ist es deshalb für virtuelle Trainings, dass die Teilnehmer nach der Veranstaltung wissen, was sie am nächsten Tag ganz konkret anders tun werden. Welche Kleinigkeit werden sie verändern? Beim Beispiel Feedback geben könnte das sein, dass die Führungskraft zunächst bewusst Zeit dafür einplant, Feedback für die Teammitglieder vorzubereiten und in dieser Zeit reflektiert, was zuletzt Erfolge und was an der Arbeit der Person ausbaufähig war.

Den eigenen Lernerfolg dokumentiert der Trainingsteilnehmer am besten in einem Lerntagebuch. So sind die Inhalte aus den virtuellen Trainings auch im Alltag präsent – auch wenn die Büroumgebung fehlt.

Nutzen Sie das Flipped-Classroom-Modell

Insbesondere bei Soft-Skill-Trainings besteht die Schwierigkeit für die Teilnehmer nicht darin, den Lernstoff grundsätzlich zu verstehen, sondern darin, ihn erfolgreich anzuwenden. Anders gesagt brauchen die Teilnehmer keine Unterstützung für das Verständnis, wohl aber für die Umsetzung.

Beim Flipped Classroom stellen Sie den Teilnehmern Lerninhalte schon vor dem Training zur Verfügung. Auf diese Weise sorgen Sie dafür, dass die Teilnehmer sich schon vor dem Training im Thema auskennen. Das hat zwei Vorteile:

1. Im Training haben Sie mehr Zeit für Interaktion.

Wenn die Teilnehmer schon wissen, worum es geht, benötigen die Trainer weniger Zeit für die Vermittlung von Lernstoff. Stattdessen können sie in der Gruppe die Umsetzung üben, reflektieren und gemeinsam erarbeiten, wie die Teilnehmer ganz konkret künftig ihr Verhalten ändern.

2. Die Teilnehmer sind besser bei der Sache.

Hier kommt wieder die Interaktion ins Spiel. Wenn die Teilnehmer schon vor dem Training wissen, was auf sie zukommt, entwickeln sie schon im Vorfeld ein Verständnis dafür, wie sie von den Lerninhalten in ihrem Alltag profitieren können. Das weckt intrinsische Motivation – der Motor überhaupt für Lernerfolg bei erwachsenen Lernern.

Räumen Sie Technik-Hürden aus dem Weg

 

Sie sind von virtuellen Trainings überzeugt? Die Teilnehmer vielleicht noch nicht. Vielleicht sind sie wenig begeistert, stundenlang an einem Training vor dem Bildschirm teilzunehmen. Oder sie sind besorgt, ob ihre Technik funktioniert oder sehen womöglich gar keine Notwendigkeit für ein Training.

Diesen Vorbehalten seitens der Teilnehmer können Sie schon im Vorfeld begegnen. Wenn es für Sie Voraussetzung im Training ist, dass alle Teilnehmer die Kamera eingeschaltet lassen (was wir Ihnen sehr empfehlen), dann warnen Sie die Mitarbeiter vor. Informieren Sie die Teilnehmer über den Ablauf des virtuellen Trainings, so dass sie wissen, was auf sie zukommt.

Verteidigen Sie Ihren Platz im Spotlight

Auch wenn es trivial erscheint: Räumen Sie Zeit für Technik-Tests ein. Nicht alle Teilnehmer sind technikaffin. Die Aufmerksamkeit der Teilnehmer soll auf dem Trainer und den Lerninhalten liegen, und nicht auf dem Kampf mit dem Mikro oder einem Zoom-Hintergrund, der das Chaos im realen Hintergrund versteckt.

Laden Sie die Teilnehmer ein, sich auf Wunsch früher in die Veranstaltung einzuwählen, damit sie sich wohlfühlen und ihre Audio- und Videofunktionen live überprüfen können. Planen Sie zu Beginn des Seminars Zeit ein, in der Teilnehmer sich mit Tools vertraut machen können und Funktionen ausprobieren können, die sie im Laufe der Veranstaltung brauchen werden. Wenn Sie eine Blended-Learning-Lösung nutzen, sollte auch für die Vorstellung dieser genug Zeit zur Verfügung stehen.

Bleiben Sie fokussiert

Die Aufmerksamkeit der Teilnehmer ist begrenzt, kann aber mit Übungen aktiviert werden. Doch was ist mit der Aufmerksamkeit der Trainer? Auch bei Ihnen verlangen Mails und Nachrichten Aufmerksamkeit, und auch für Trainer ist das virtuelle Format anstrengender als ein Präsenztraining.

Eliminieren Sie deshalb alles, was Sie davon abhalten kann, sich während des Trainings auf die Teilnehmer zu fokussieren. Wenn Sie gerade erst mit virtuellen Trainings loslegen, kann es hilfreich sein, nicht allein auf der Trainerseite zu stehen.

Idealerweise steht Ihnen für den Anfang jemand zur Seite, ein Teammitglied oder Co-Trainer, der sich um technische Belange kümmert. Diese Person reagiert auf Kommentare und Fragen der Teilnehmer und unterstützt schnell, sollte die Technik einmal nicht so funktionieren, wie Sie es sich vorgestellt haben.

Messen, verstehen und zeigen Sie, was funktioniert

Gegenüber Präsenztrainings haben virtuelle Trainings einen entscheidenden Vorteil: sie sind digital und damit besser messbar. Wie hoch ist die Beteiligung der Teilnehmer bei verschiedenen Übungen? Welches Feedback geben sie? Können Sie feststellen, ob die Aufmerksamkeit von einer konkreten Übung abhängt oder davon, wann sie stattfindet?

Datenbasiert verbessern Sie die Trainings

Indem Sie Ihre Trainings anschließend reflektieren und Daten aus den Trainings auswerten, haben Sie eine Grundlage für die Entwicklung neuer Formate. Idealerweise ergänzen Sie das virtuelle Training mit einer Blended-Learning-Lösung, die Teilnehmer auch nach der Schulung begleitet und sie dabei unterstützt, Lerninhalte in den Alltag zu übertragen und ihr Verhalten langfristig zu ändern. Das verspricht einerseits gesteigerten Lernerfolg. Andererseits liefert diese Lösung weitere Daten, mit denen Sie Ihre Trainings verbessern können wie die Schwerpunkte der Teilnehmer, Trainingsdauer nach dem Seminar und Benchmark-Vergleiche mit anderen Unternehmen.

Nicht jedes Präsenztraining lässt sich virtuell abbilden. Gleichzeitig bieten virtuelle Trainings den Teilnehmern die Chance, sich individuell weiterzuentwickeln. Das wird umso erfolgreicher sein, je aktiver die Teilnehmer am Training teilnehmen können.

 

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