Online-Formate sind in den letzten 20 Jahren in der Personalentwicklung immer populärer geworden. Der Hauptgrund ist die Kostenersparnis. Einmal in der Konserve, kann ein Training immer wieder verwendet werden. Insbesondere in den letzten Jahren sind viele innovative Angebote entstanden, die den Lernenden mehr als Videos anbieten und die Trainings als E-Learnings mit Quiz, kleinen Lerneinheiten und spielerischen Elementen anreichern.

2020 ist ein weiteres Online-Format hinzugekommen: das Virtuelle Instructor Led Live Training (VILLT) – ein Online-Training, das Live vor dem Bildschirm mit Trainern stattfindet. Wo es nicht möglich ist, sich in persona zu treffen, steigt man auf online um. Dieser Trend ist gekommen um zu bleiben, denn abgesehen von der erschwerten persönlichen Interaktion bietet das Format auch Vorteile.

Was sind E-Learning?

E-Learnings sind Trainings und Lerneinheiten, die einmal gestaltet oder aufgezeichnet werden und anschließend den Teilnehmern dauerhaft in Lernprogrammen wie Coursera, Saba oder in einem LMS zur Verfügung stehen. Die Teilnehmer greifen asynchron auf die Inhalte zu, wenn sie diese brauchen – beispielsweise, wenn ein neuer Mitarbeiter über Compliance-Regeln aufgeklärt werden muss.

Einmal erstellt, können beliebig viele Mitarbeiter mit einem E-Learning arbeiten. Daher sind sie vergleichsweise kostengünstig.

E-Learnings können mit Quiz, Videos, Textinhalten etc. abwechslungsreich gestaltet werden – je nach Thema eignen sich verschiedene Lehrmethoden. Den Lernerfolg prüfen Teilnehmer in der Regel bei einem Abschlusstest, oft als Multiple-Choice-Fragebogen.

Der Teilnehmer bearbeitet den Stoff allein, kann keine direkten Fragen an Trainer richten und es findet keine Interaktion mit anderen Teilnehmern statt. Daher eignet sich das Format besonders für Wissensvermittlung, Theorie und Hard Skills.

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Was sind virtuelle Trainings?

Virtuelle Trainings finden live statt. Wie in Präsenztrainings arbeitet eine Lerngruppe in Echtzeit gemeinsam mit einem Trainer, interagiert dabei miteinander und jeder kann Fragen stellen. Auch Rollenspiele und andere Übungen können in virtuellen Trainings durchgeführt werden. Damit sind virtuelle Trainings den Präsenztrainings sehr ähnlich. Allerdings ist es nicht sinnvoll, Präsenzveranstaltungen ohne Änderungen virtuell zu kopieren, da beispielsweise die Aufmerksamkeitsspanne der Teilnehmer vor dem Bildschirm kürzer ist als im Trainingsraum.

Die Teilnehmer wählen sich aus verschiedenen Standorten ein und lernen dann zusammen. Somit sind virtuelle Trainings nicht skalierbar, denn sie finden synchron statt und vor allem die so wichtigen Übungsphasen würden verloren gehen, wenn man die Videos später noch einmal abruft. Der Trainer schult und begleitet die Teilnehmer in Echtzeit, so dass sich dieses Format besonders für Soft-Skill-Themen und praktische Übungen eignet.

Vergleich virtuelle Trainings vs. E-Learnings

 

  Virtuelle Trainings E-Learnings
Zeitliche Strukturierung Synchron – Interaktion in Echtzeit Asynchron – Lernen nach Bedarf
💡 Themen Soft Skills und Übungen Hard Skills und Theorie
💻 Kanal MS Teams, Zoom, … LMS, Coursera, LinkedIn Learning, Saba, …
🦸 Trainerrolle Trainer verantwortlich für Durchführung Trainer nimmt Training auf oder stellt es bereit, Teilnehmer schaut es anschließend an
📈 Skalierbarkeit Nicht beliebig skalierbar Beliebig skalierbar
🎓 Lernsituation Gruppenlernen Lernende Person arbeitet allein

 

Abgrenzung zu Blended-Learning-Formaten

Im Gegensatz zu virtuellen Trainings und E-Learnings ergänzen Blended-Learning-Lösungen Trainings 

über den Schulungszeitraum hinaus. So vergrößert Blended Learning den Impact von Weiterbildungsveranstaltungen und Kursen, indem die Teilnehmer motiviert werden, sich auch nach einem Training weiter mit seinen Inhalten zu beschäftigen und an ihren Zielen zu arbeiten.

Blended Learning nutzt dabei immer digitale Formate, unabhängig davon wie die Trainingsveranstaltung stattfindet, die es begleitet. Daher eignet sich Blended Learning sowohl für Präsenztrainings als auch für virtuelle Trainings und E-Learnings.

E-Learning oder virtuelles Training – welches Format ist besser?

Abgesehen davon, dass beide Formate online übertragen werden, haben E-Learnings und virtuelle Trainings nicht viel gemeinsam. Daher ist auch nicht ein Format besser als das andere.

Stattdessen kommt es auf den Inhalt an, dem Personalentwickler und Trainer die Form des Trainings anpassen sollten, und nicht umgekehrt erst das Format wählen, und dann den Inhalt in diese hineinpressen. Wir empfehlen klar: Für die Weiterentwicklung von Soft Skills wie Führungskräftekompetenzen, Vertrieb, Kommunikation oder ähnliches sollten Sie auf jeden Fall auf virtuelle Trainings setzen.

 

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