Zu Beginn eines Seminars stellt sich jeder TrainerIn die Herausforderung, die Gruppe zu motivieren und ihren Fokus auf das Seminar zu lenken. Und nicht nur das: Die Motivation soll auch nach den gemeinsamen Tagen noch andauern, sodass die Teilnehmer die Lerninhalte im Alltag umsetzen. Schließlich sollen sie ja auch ihre Verhaltensweisen ändern und besser werden, oder?

Doch Sie alle wissen nur zu gut, dass viele Teilnehmer, trotz guter Stimmung und Motivation während des Seminars, die gelernten Techniken im Alltag kaum anwenden. Auch die Seminartage geraten schnell wieder in Vergessenheit. Viele TrainerInnen steuern dem entgegen, indem sie die Teilnehmer schon zu Beginn des Seminars daran erinnern, dass das Training nach dem Training weiter geht.

Der richtige Weg zu Verhaltensänderung

Für die Teilnehmer beginnt nach dem Seminar der schwierigste Part. Nun geht es darum, die gelernten Inhalte im Job anzuwenden. Das klingt leichter als getan. Denn mit dem Ende des Seminars kommt auch der Alltag wieder zurück. E-Mails prasseln auf einen ein, das Telefon klingelt ohne Ende und ein Meeting folgt dem nächsten. Die Seminarinhalte direkt anzuwenden, fällt daher leicht unter den Tisch. Dabei sind genau jetzt Energie und Fokus gefragt.

Sein Verhalten zu ändern und Lerninhalte in die Praxis umzusetzen erfordert Durchhaltevermögen. Dranbleiben ist die Devise. Das ist genau wie beim Beginn einer neuen Sportart. Wenn man nicht konsequent trainiert, stellt man schnell fest, dass aus einem wohl kaum der nächste Champion wird. Da kann der Sporttrainer noch so gut die Abläufe erklären, solange man es nicht jeden Tag konsequent trainiert, bleibt der Erfolg aus. Beim Sport steht das für uns außer Frage.

Warum ist das nicht auch für Präsenztrainings selbstverständlich? Denn, der Schlüssel zur nachhaltigen Verhaltensänderung liegt auch hier im täglichen Trainieren, in der Anwendung der Inhalte im Alltag und darin, niemals aufzugeben.

Verankerung in den Köpfen der Teilnehmer

Damit der Praxistransfer gelingt, sollte den Teilnehmern von Beginn des Seminars an bewusst sein, dass sie die Inhalte und Strategien täglich im Büroalltag anwenden müssen.

Viele Trainer setzen dabei auf Sportallegorien. Die meisten Menschen haben sich in ihrer Jugend an einer Sportart versucht. Ob Tennis, Fußball oder Volleyball. Vielen ist dabei im Gedächtnis geblieben, dass das mit einem hohen Trainingsaufwand verbunden war. Genau dieser Aufwand ist jetzt von den Teilnehmern des Seminars gefragt. Sie müssen, wie früher im Sport, dranbleiben und kontinuierlich trainieren die Inhalte umzusetzen. Nur so können sie ihr Verhalten ändern und nachhaltig besser werden.

Das richtige Mindset für mehr Energie

Wenn die Teilnehmer von Beginn an die Einstellung haben, die Lerninhalte in ihrem Alltag anzuwenden, verändert sich die Qualität des gesamten Seminars. Die Gruppe setzt sich näher mit den Inhalten auseinander und überlegt schon während des Seminars, wie sie das Gelernte im täglichen Leben anwenden kann und welche Ziele sie sich für die Praxis setzen will. Teilnehmer können sich so schon während des Seminars in den alltäglichen Trubel versetzen und überlegen, wie sie das gerade Gelernte dort anwenden können. Somit steigern sich das Engagement im Seminar und die gesamte Energie.

Sport ist eher weniger Ihr Ding? Auch Metaphern, wie Jonglieren oder eine neue Sprache lernen können helfen den Teilnehmern zu verdeutlichen, wie wichtig es ist, die Inhalte nach dem Seminar jeden Tag zu üben.

Was können wir nun von Sportlern lernen?

Wenn es der Gruppe von Beginn an bewusst ist, dass sie die Inhalte des Seminars in ihrer alltäglichen Praxis anwenden können und werden, steigert sich der Trainingsimpact um ein Vielfaches. Die Teilnehmer sind motivierter und haben den Mehrwert des Trainings im Fokus. Sie erfahren, wie sehr ihnen die Inhalte helfen können effektiver und besser im Alltag zu werden. Und genau darum geht es doch bei Seminaren, oder? Den Menschen helfen, besser zu werden und sich weiterzuentwickeln.